1.NZ Kelter-Hex Remseck am Neckar e.V.
 
 
 

 

Herzlich Willkommen bei der Kelter-Hex!

Wir möchten uns, ganz herzlich Bedanken bei allen Vereinen die uns an unserer Häs und Maskenvorstellung Besucht haben, auch an die Gruppen die mit ihrer Vorführung uns Unterstützt haben, damit unsere Eröffnung der Kelter-Hex  zu einem gelungenen Abend wurde.

Auch bedanken möchten wir uns bei unseren Sponsoren.

Zu guter letzt  aber möchten wir der Vorstand, uns bei unserern Mitgliedern Bedanken, für ihren Arbeitseinsatz.

Den nur deshalb wurde es ein gelungener Abend für uns alle .

 

 

Die Remsecker Kelter-Hex wurde 2014 gegründet und besteht aus der Kelter-Hex und dem Deifl.

 

Nachfolgend unsere Entstehungsgeschichte:

Die Kelter-Hex

Die Sage der Kelter-Hex beginnt in einer düsteren Zeit. Der letzte Besitzer des Aldinger Schlössles, war ein gottloser und tyrannischer Mann. Unter seiner Herrschaft leideten nicht nur die Bewohner aus Aldingen, sondern auch die umliegenden Dörfer des heutigen Remsecks. Herablassend wie er wahr, verspottete er die Dorfbewohner und die, Ihm zu Diensten seienden fromme Magd. Diese arbeitete schon einige Jahre für den Herren und kannte sich in den Gängen des Schlosses gut aus.

Eines Tages, als sie  ihm zu Diensten war, beleidigte und demütigte er sie erneut auf´`s Tiefste. Die Magd, so traurig und verletzt, flüchtete in den Weinkeller tief unten, ins Gewölbe des Schlosses. Dort einsam in einer Ecke auf dem Boden zusammen gekauert, weinte und flehte sie in die Dunkelheit.

"Kann uns denn niemand Helfen und uns von dieser Qual befreien?"

Nach einiger Zeit in der Stille, wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht, zog sich an der kalten Kellerwand hoch und ging zurück zu ihrem Herrn. Das Klagen und Flehen blieb nicht ungehört. Denn was keiner wusste: Sie weinte an der Pforte eines geheimen Stollen, der schon seit Jahrhunderten verschlossen und in Vergessenheit geraten war. Dieser, so erzählen es die Alten, soll zwischen dem Aldinger Schlössle und der Remsecker Burg unter dem Neckar verlaufen und Heimat einiger Hexen und Deifl sein. Die Klagen der frommen Magd hallten durch den dunklen, geheimnisvollen Stollen bis zu einer Wölbung in der Mitte. Dort in der Tiefe öffneten sich zwei Augen, die hellblau aus der Dunkelheit leuchteten.

In den darauf folgenden Morgenstunden tobte ein schrecklicher Sturm, schwere  Regenfälle lies den Neckar und die Rems über die Ufer der Dörfer treten. Die Straßen begangen unter den Wassermassen zu verschwinden, als die Magd sich auf den Weg zum Schloss machte. Der Himmel knurrte, als ein gewaltiger Blitz das Dorf erhellte und in das Gebälk des Schlosses einschlug. Es begann sofort lichterloh zu brennen und als die Flammen den Himmel in ein rotes Licht tauchten, rannten die Dorfbewohner zum Schloss, wo sie die Schreie des Herrn vernahmen. Doch die Flammen versperren denn Weg und als die  Stille  eintrat, legte sich auch das Feuer. Als sich der Rauch lichtete, sah man nur noch die heruntergebrannten Grundmauern und den Überresten des einst so prachtvollen Schlosses, traten  einige alte Hexen mit blauen Augen und weiß- grauer Haut. Hinter ihnen, in der Dunkelheit des Stollens  vom Licht des Feuers angeleuchtet, gewaltige Deifl mit roten Augen, mächtigen Hörnern und Gesichtern, die einen schaudern ließen.

Eine der alten Hexen trat auf die Bewohner zu, denen die Furcht ins Gesicht geschrieben war. Nur die fromme Magd zeigte keine Furcht, sie ging der alten Hexe eineige Schritte entgegen. Als die Magd vor der Hexe stand, öffnete diese Ihre, von den Gezeiten geprägte Hand. In dieser hielt sie einen jungen  zerbrechlichen Rebstock. Die Hexe überreichte ihn der frommen Magd und flüstert Ihr ins Ohr:

"Aus Kummer und Leid, beginnt eine neue Zeit. Pflanze diesen jungen Stock und Ernte seine Früchte. Und sollte es einer wagen euch zu quälen und zu klagen, werden wir nicht Zargen, euch  davor zu bewahren".

Die alte Hexe kehrte den Bewohner den Rücken und ging zurück zur Pforte des Stollens, wo sie in der Dunkelheit verschwand. Die fromme Magd befolgte den Rat der alten Hexe und lief den weg zu den Hängen der Waldwiesen hinauf und tat das, was Ihr aufgetragen war.

Die Dorfbewohner kümmerten sich um die Reben und als die Zeit der Ernte kam, erinnerten sie sich an die alte Hex, die nun als Kelter-Hex bekannt war.

Und in eineigen stürmischen Nächten, so sagen es die Alten, könne man noch heute auf den Hügeln der Waldwiesen einige leuchtende Augen in der Dunkelheit erkennen.


Unser Schlachtruf:

"Schorle - Schlotzer"

"Schorle - Schlotzer"

"Schorle - Schlotzer"

 

 

 Auszüge der Sage über Aldingen

 

Um das Jahr 1100 zum ersten Mal erwähnt, kam Aldingen 1278 in den Besitz der Herren von Kaltental. Diese verließen daraufhin ihre Burg am Stuttgarter Nesenbach und bauten sich hier einen Adelssitz, unmittelbar nordöstlich der Kirche. Mit den dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden und Gärten nahm die Anlage den engen Bereich zwischen Schlösslesstraße und Kelterstraße ein. Ringmauern und Zwinger sicherten diesen Herrschaftsbezirk und die Kirche samt Kirchhof.

 

Ein unterirdischer Gang, so erzählten die Alten geheimnisvoll, führe von hier hinüber nach Neckarrems. Doch keiner hat bis heute den verborgenen Stollen entdeckt.


Heinrich von Kaltental, der 1568 die Reformation einführte, ließ 1580 die neue, dreimal größere Schlossanlage bauen, diese blieb Wohnsitz der katholischen Linie und wurde verkauft, nachdem Aldingen württembergisch geworden war.  Der letzte Besitzer, so erzählte die Sage, war ein gottloser Mensch, der seine fromme Magd wegen ihres einfältigen Glaubens verspottete. So lange lästerte er, bis eines Tages ein Blitz vom Himmel fuhr und das Schloss niederbrannte.

 

Schriftlich verbürgt ist, dass bei einem Brand in der Nacht vom 28. auf den 29. September 1784 mit dem alten Schloss eine ganze Häuserzeile in Flammen aufging.


Ein Abstecher die Kelterstraße hinauf führt am ehemaligen Schulhaus von 1912 vorbei zur Kelter. Anno 1730, zur Zeit ihrer Erbauung, stand sie noch in den Weinbergen; denn an der Kirchstraße und in den Halden wuchsen bis 1874 die Aldinger Reben.

 

1688 kehrte Georg Friedrich von Kaltental aus dem zweiten Türkenkrieg zurück. Vom Schlachtfeld bei Belgrad brachte er eine 15 jährige türkische Waise Namens Adiz mit, die er im Schloss erziehen und nach gehöriger Unterweisung im Glauben auf den Namen Christiane taufen ließ. 1649 verheiratete sich Christiane mit Forstknecht, der später Schultheiß in Affalterbach wurde. Dort ist sie kinderlos gestorben. Georg Friedrich von Kaltental aber war 1693 gegen die Franzosen zu Felde gezogen und durch einen Schuss in die Brust in der Schlacht gefallen.